Der Kammerchor Winterthur wurde 1990 von
Christoph Bachmann gegründet. Neben der Aufführung grösserer,
oftmals geistlicher Werke von bekannten Komponisten ist es ihm ein wichtiges
Anliegen, den Zuhörern auch weniger bekannte Werke nahezubringen.
Zu erwähnen ist hier eine Messe von Antonio Maria Bononcini, die vor
einigen Jahren durch den Kammerchor Winterthur und London Baroque ihre
Erstaufführung in heutiger Zeit erlebte.
1995 widmete Frédéric Bolli dem Kammerchor Winterthur
das Werk Ich lag in einem Schlafe, das er zum Gedenken an das Ende des
Zweiten Weltkrieges komponierte und das zusammen mit der Filharmonie Hradec
Králové aufgeführt wurde.
Daneben wagt sich der Kammerchor verschiedentlich auf ungewohntes Terrain, sei es in bezug auf Musikstile, Konzerträume bzw. auf die Art der instrumentalen Begleitung, womit Christoph Bachmann Vielseitigkeit in der Chorarbeit anstrebt.
Diese Idee realisiert sich zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit dem Jazz–Ensemble BlueNaissance, wobei Musik der Renaissance mit Jazz kombiniert wird, oder in der Begegnung von bildender Kunst und Musik im Rahmen von Museumskonzerten in Winterthur und Zürich.
Die Vielseitigkeit des Kammerchor–Schaffens zeigt sich ebenfalls in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern und Ensembles wie beispielsweise dem Gitarristen Jury Clormann, dem Scheytun-Streichquartett, dem Schweizer Schlagzeugensemble in Verbindung mit dem Tanztheater Claudia Corti (Les Noces), dem Cantate–Chor Basel, dem Ensemble Ripieno und dem Orchester Musikkollegium Winterthur.
In unterschiedlicher Besetzung nahm er am Europa Cantat–Festival in Vitoria Gasteiz (Spanien)Barcelona (Spanien) teil und realisierte Konzertreisen durch Island, Schweden, Dänemark und Finnland.